Appell an den Bundesrat

In den vergangenen fünf Jahren wurden schätzungsweise 30% aller LGBTI zu Hause oder in der Öffentlichkeit angegriffen oder mit Gewalt bedroht. Auch in der Schweiz.

Hintergrund

In der Schweiz werden Diskriminierungen und Gewalt aufgrund der tatsächlichen oder angenommenen sexuellen Orientierung, der Geschlechtsidentität, des Geschlechtsausdrucks und der Geschlechtsmerkmale nicht erfasst. Die Vielzahl an Beratungsstellen mit unterschiedlichen Ausrichtungen lassen bis heute keine einheitliche Erfassung zu. Gleichzeitig wird seitens der Behörden die Erfassung von homophober oder transphober Gewalt (Beleidigungen, Tätlichkeiten, Hassverbrechen) nicht eingefordert, was dazu führt, dass Polizei, Bundesbehörden und andere öffentliche Stellen keine spezifische Erfassung und Beratung vornehmen.

Verlässliche Zahlen zu homophober und transphober Diskriminierung und Gewalt sind aber unerlässlich, um gegenüber Behörden, internationalen Organisationen sowie Geldgeber_innen darlegen zu können, weshalb der Schutz von LGBTI unerlässlich ist.

Denn die Schweiz befindet sich in dieser Frage in einem Dornröschenschlaf, in der trügerischen Annahme, Diskriminierung und Gewalt an LGBTI fände nicht statt.

Gleiches Bild zeichnete sich in Grossbritannien, bevor dort eine landesweite und umfassende Erfassung von homo- und transphober Gewalt eingeführt wurde. Organisationen wie «The Hate Crime Report Galop» geben die Zahl von homo- und transphoben Attacken auf 39’000 pro Jahr an. Die Polizei erfasst offiziell jährlich 4000 davon. Nur wo eine Erfassung stattfindet, wird aus einer Dunkelziffer eine klare Faktenlage.

Alle Hassverbrechen untergraben die Würde und den Wert eines Menschen, der einer bestimmten sozialen Gruppen angehört. Sie führen nicht nur zu psychischen und physischen Schäden der Opfer, sondern fördern auch in einem grösseren Massstab gesellschaftlichen Hass und Gewalt gegen die gesamte LGBTI-Gemeinschaft.

Appell

An den Schweizer Bundesrat
An die Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren

Niemand darf aufgrund der tatsächlichen oder angenommen sexuellen Orientierung, der Geschlechtsidentität, des Geschlechtsausdrucks und der Geschlechtsmerkmale verfolgt oder diskriminiert werden. Wir fordern Sie auf, notwendige Massnahmen zu treffen:

  • Hassmotivierte Gewalt in Polizeistatistiken lückenlos in allen Kantonen erfassen;

  • Versammlungs- und Meinungsäusserungsfreiheit von LGBTI-Menschen schützen und durchsetzen;

  • Schulungen und Kampagnen zu Hassverbrechen und Vielfalt im Allgemeinen fördern

  • Opferberatungsstellen und Opferhilfestellen unterstützen.

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Hate Crime

An den Schweizer Bundesrat
An die Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren

Niemand darf aufgrund der tatsächlichen oder angenommen sexuellen Orientierung, der Geschlechtsidentität, des Geschlechtsausdrucks und der Geschlechtsmerkmale verfolgt oder diskriminiert werden. Wir fordern Sie auf, notwendige Massnahmen zu treffen:

Hassmotivierte Gewalt in Polizeistatistiken lückenlos in allen Kantonen erfassen;

Versammlungs- und Meinungsäusserungsfreiheit von LGBTI-Menschen schützen und durchsetzen;

Schulungen und Kampagnen zu Hassverbrechen und Vielfalt im Allgemeinen fördern;

Opferberatungsstellen und Opferhilfestellen unterstützen.

An den Schweizer Bundesrat
An die Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorinnen und -direktoren

Niemand darf aufgrund der tatsächlichen oder angenommen sexuellen Orientierung, der Geschlechtsidentität, des Geschlechtsausdrucks und der Geschlechtsmerkmale verfolgt oder diskriminiert werden. Wir fordern Sie auf, notwendige Massnahmen zu treffen:

Hassmotivierte Gewalt in Polizeistatistiken lückenlos in allen Kantonen erfassen;

Versammlungs- und Meinungsäusserungsfreiheit von LGBTI-Menschen schützen und durchsetzen;

Schulungen und Kampagnen zu Hassverbrechen und Vielfalt im Allgemeinen fördern;

Opferberatungsstellen und Opferhilfestellen unterstützen.

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